Casa del Mas goes solar!

In einer Orange steckt eigentlich schon eine ganze Menge Sonnenenergie. Wie alle Pflanzen wandeln Orangenbäume mittels Photosynthese Kohlendioxid (CO2) und Wasser in Glucose (Traubenzucker) und Fructose (Fruchtzucker) um.  Zusammen machen diese natürlichen Zucker rund 9% des Gewichts einer Orange aus. Damit die Photosynthese funktionieren kann, brauchen Pflanzen Chlorophyll (grüner Blattinhaltsstoff) und Sonnenstrahlung. Ein nicht zu vernachlässigendes «Nebenprodukt» der Photosynthese ist Sauerstoff (O2), welcher von den Blättern freigegeben wird.

In der Zukunft werden Casa del Mas – Zitrusfrüchte noch mehr Solarenergie enthalten, denn wir sind daran eine Solaranlage für den Betrieb unserer Wasserpumpe zu planen. Um im trockenen Mittelmeerklima Zitrusfrüchte anzubauen, genügen die jährlichen Niederschläge von ca. 400-500mm bei weitem nicht. Die Felder müssen von Frühling bis Herbst bewässert werden, im Hochsommer beinahe täglich. Wir pumpen dafür Grundwasser aus einer Tiefe von 90m an die Oberfläche und dazu braucht es viel Strom. Diesen bezogen wir bis dato vom Stromnetz. In Valencia wird Strom primär in Kernkraftwerken generiert.

Die 130 kWp Photovoltaikanlage, die wir bauen lassen, wird den gesamten Jahresbedarf unserer Pumpstation decken1. Dafür werden beinahe 500 Solarmodule installiert, welche eine Fläche von rund 2000m2 beanspruchen werden. Für die Planung und Dimensionierung der Anlage wurden wir durch die Schweizer Solarexperten von Solexis unterstützt. Ausgeführt wird die Anlage aber von einer spanischen Firma mit viel Erfahrung in solaren Pumpanlagen. Diese Woche waren Carlos und ein weiterer Ingenieur von Atersol bei uns vor Ort in Mangay, um das genaue Terrain der Anlage abzustecken und um die Bodenvorbereitungsarbeiten zu planen. Die Module, Wechselrichter, Gerüste und Steuerungen sind nun bestellt und wir hoffen die Anlage in zwei Monaten in Betrieb nehmen zu können.

Wir können es natürlich kaum erwarten bald schon viel weniger CO2-intensiv2 und damit nachhaltiger bewässern zu können und freuen uns jetzt schon auf die ersten noch natürlicheren Zitrusfrüchte.

1 zum Vergleich: Die Installation würde genügend Strom für 20 Vierpersonenhaushalte liefern.

2 von einer CO2-neutralen Bewässerung darf unserer Meinung nach nicht gesprochen werden, denn die Herstellung von Solarmodulen konsumiert Energie (graue Energie genannt) und setzt dadurch CO2 frei. Aber unsere Anlage wird trotzdem zu einer jährlichen CO2-Reduktion von ca. 20 Tonnen führen, auch nach Berücksichtigung der grauen Energie. Damit kompensieren wir rund 70% des CO2, welches jährlich durch den Transport unserer Zitrusfrüchte in die Schweiz freigegeben wird.

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