Reisebericht

Bevor ich die zweite Saison bei Casa del Mas beginne, wollte ich unbedingt die Plantage kennenlernen. Kurz entschlossen buchte ich mit meiner Tochter Iris einen Flug/Mietauto nach Valencia. Bei dem langersehnten strömenden Regen - es hatte sechs Monate nicht mehr geregnet - haben wir Juan Garcia, den Agrotourismus-Verantwortliche der Casa del Mas, an der Tankstelle getroffen. Seine fröhliche Art und der Anblick des schönen Anwesens Casa del Mas mitten in Orangenbäumen machte das schlechte Wetter allemal wett. Eine stilvoll renovierte und mit viel Geschmack eingerichtete Casa Huerta erwartete uns. Der grosse Garten mit lauschigen Sitzplätzen, einem schönen Innenhof und einem Pool hat unsere Erwartungen übertroffen. Kurz nach unserer Ankunft zeigte uns der Betriebsleiter Fede Palop die Plantage. Er erklärte uns den Ablauf von der Ernte bis zum Versand. Auch die neue Bewässerungsanlage, welche diesen Sommer gebaut wurde, hat uns sehr beeindruckt. Ein Tröpfchenbewässerungssystem löst die bisherige Überflutungsbewässerung ab. Als gelernte Gärtnerin sehe ich, wieviel Arbeit und Pflege der biologische Anbau benötigt, bis die reifen Früchte bei uns in Küsnacht im Verkauf sind.

Nach der Besichtigung sind wir trotz schlechten Wetters nach Xàtiva gefahren. Wir mussten den Pfützen ausweichen, kleine Bäche flossen durch die Gassen und das Schloss war von Nebelschwaden umgeben. In einem typischen Café unter fröhlichen Spaniern konnten wir die nassen Kleider wieder trocken werden lassen. Auch das Regenwetter hat seinen Reiz. Am nächsten Tag - der Himmel klarte auf - machten wir uns auf den Weg nach Bocairent. Dort besichtigten wir die schöne Altstadt und krochen durch die Cuevas de los Moros (kleine Höhlen, die durch Gänge verbunden sind und früher als Vorratskammern genutzt wurden). Sehr beeindruckend! Die Sonne zeigte sich immer mehr und wir entschlossen uns, noch ans Meer zu fahren. In Gandía spazierten wir am Strand entlang, genossen die Sonnenstrahlen und badeten bei angenehmen Wassertemperaturen im Meer. Abends nach einem gemütlichen Essen in Canals (es hat übrigens eine sehr schöne Kirche) liessen wir auf den bequemen Sofas unsere Seele baumeln und genossen die schöne Atmosphäre – einfach wunderbar! Zweimal sind wir mit dem Zug (halbstündliche Verbindungen ab l’Alcudia de Crespins) nach Valencia gefahren. Einmal haben wir die Sehenswürdigkeiten zu Fuss erkundet und das zweite Mal haben wir Velos gemietet und sind durch das trockengelegte alte Flussbett Rio Turia geradelt, haben die avantgardistischen Bauten bewundert und sind bis an den Hafen und den Strand gefahren. Dort war richtig etwas los: wir haben in einem gemütlichen Restaurant eine Fideuà (Nudelpaella) gegessen, den flanierenden Leuten zugeschaut und anschliessend im Meer gebadet: und das Ende Oktober!

 Am Abreisetag spazierten wir durch die Plantage, besuchten das Nachbardorf Montesa, das Schloss und freuten uns über die schöne Aussicht. Mit vielen schönen Eindrücken kommen wir nach Hause und können jedem eine kleine Auszeit auf Casa del Mas empfehlen. Es gäbe noch so vieles zu sehen, zu beklettern und zu bewandern – wir kommen wieder. Vorerst freue ich mich auf die feinen Orangen, Grapefruits, Zitronen und Clementinen in Küsnacht.

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