FAQ

Wie lange dauert es, bis die Orangen vom Baum in der Schweiz sind?

Ein grosser Vorteil beim Kaufen der Zitrusfrüchte direkt vom Produzenten: die Früchte sind in 48 bis 72 Stunden geerntet, sortiert, abgepackt und in der Schweiz.
Wir pflücken nur, was Sie bestellen. Frischer geht es fast nicht, ausser Sie haben einen eigenen Orangenbaum.

Wie lange kann ich die Orangen & Grapefruits lagern?

Bei richtiger Lagerung zwischen 3 Wochen und 1 ½ Monaten (Orangen: 1 Monat, Grapefruits & Zitronen: 1 1/2 Monate, Clementinen: 3 Wochen). Orangen, Clementinen und Zitronen sollten an einem trockenen, sehr kühlen Ort gelagert werden (1-5°C). Gefrieren dürfen sie auf keinen Fall. Grapefruits können bei leicht höheren Temperaturen gelagert werden (8-10°C). Um Citrusfrüchte im Winter auf dem Balkon zu lagern, empfiehlt es sich eine Styroporbox zu verwenden oder die Früchte mit einer alten Wolldecke zuzudecken, so dass sie nicht gefrieren können. Achtung mit (auch nur wenig) geheizten Kellern: da lassen sich Früchte höchstens ein bis zwei Wochen lagern!

Sind Casa del Mas Früchte "bio"?

Ja, auf der gesamten Fläche der Casa del Mas wird nach der Bio-Richtlinie gewirtschaftet. Allerdings ist unsere Abpackhalle noch nicht zertifiziert, mehr dazu in der nächsten Frage.

Warum ist kein Bio-Logo auf den Casa del Mas-Kisten zu sehen?

Weil unsere Abpackhalle bis jetzt noch nicht zertifiziert werden konnte. Nicht etwa aus technischen Gründen (unsere Früchte werden ja nach der Ernte lediglich gebürstet, sortiert, kalibriert und in Kistchen verpackt, ohne Einsatz von jeglichen Chemikalien oder Zusätzen), sondern wegen administrativer Absurditäten. 
1988 wurde in Spanien ein neues Raumplanungsgesetz verabschiedet, in dem unter anderem die Zone, in der unser Betrieb liegt, als geschützte Landwirtschaftszone deklariert wurde. Es wurde dabei keine Rücksicht auf bestehende Bauten wie unsere Abpackhalle aus dem Jahr 1952 genommen. Das Gesetz blieb allerdings bis vor kurzem ohne Konsequenzen für Betriebe wie unseren, man konnte problemlos weiterarbeiten trotz der technischen Inkompatibilität mit dem Raumplanungsgesetz.

Nun setzt aber eine Bio-Zertifizierung eines Abpackbetriebes eine Betriebsbewilligung voraus und strikt gesehen bedarf dies eines vollständigen Bauprojektes, wie wenn die zu „legalisierende“ Halle neu zu erstellen wäre. In diesem fast endlosen administrativen Prozess stecken wir jetzt seit 2009. Unser Dossier hat in der Zwischenzeit eine wahre Odyssee hinter sich: von Valencia zu unserer Gemeinde zurück nach Valencia, dann zum Kulturministerium und zum Landwirtschaftsministerium: ein Ende scheint noch nicht in Sicht. 
Die frühere Absenz von Regelungen in Spanien wich in den letzten Jahren einem Urwald an Regelungen, die von vielen Spaniern als absurd betitelt werden. Wir üben uns in Geduld, bleiben aber konstant am Ball indem wir immer wieder bei den Behörden nachfragen. Hoffentlich findet sich bald eine Lösung!

Können Casa del Mas Früchte und deren Schalen verwendet werden, um Konfitüren, Kuchen und sonstige Speisen vorzubereiten?

Auf jeden Fall. Da wir die Früchte nach biologischen Richtlinien produzieren, kommen diese nie in Kontakt mit synthetischen Pflanzenschutzmitteln und deren Schalen beinhalten keinerlei Rückstände. Wir lassen dies jährlich zur Kontrolle von einem akkreditierten Labor überprüfen. Die von vielen Leuten im Zusammenhang mit dem Verzehr von Zitrusfrüchten erlebten Verdauungsstörungen treten beim Konsum von Casa del Mas Früchten dank deren Naturbelassenheit nicht auf.

Übrigens: die handelsübliche Deklaration ‚unbehandelt‘ bezieht sich normalerweise nur auf den Zeitraum nach der Ernte. Biologische Früchte werden weder vor noch nach der Ernte behandelt.

Was ist der Unterschied zwischen Clementinen und Mandarinen?

Die Mandarine wird seit über 3000 Jahren angebaut und stammt ursprünglich aus China. Die Clementine ist eine Hybridpflanze aus Mandarine und Süssorange und wurde als erstes von ihrem Namensgeber, dem Mönch Frère Clément im Garten seines Kinderheims in Algerien entdeckt und wissenschaftlich beschrieben.

Clementinen haben dank ihrer Kernlosigkeit und ihres süssen Geschmackes die Mandarinen sozusagen vom Markt verdrängt. Wir bauen auf der Casa del Mas eine der ursprünglichen Clementinensorten an: die kernlose, süsse und aromatische Clementina de Nules.

Wie können sich kernlose Orangen überhaupt vermehren?

Sehr gute Frage! Ohne die Hilfe des Menschen ginge dies gar nicht. Eigentlich handelt es sich bei der kernlosen Frucht um eine spontane Mutation, die zum Aussterben des Baumes führen würde. Der Baum produziert zwar Früchte, aus diesen wird es aber nie junge Bäume geben, weil die Früchte steril sind. Da der Mensch diese Qualität der "Kernlosigkeit" sehr schätzt, vermehrt er diese Bäume auf sogenannt vegetative Art, indem er Zweige eines mutierten Baumes verwendet und diese auf junge, herkömmliche Orangenbäume aufpfropft. So kann man aus einem einzigen Baum mehrere hunderte Bäumchen erzeugen.

Warum kann es von einem Jahr zum anderen Unterschiede in der Grösse der Orangen geben?

Gibt es in einem Frühjahr viele Blüten, so entstehen auch viele Früchte und demzufolge haben die Früchte ein etwas kleineres Kaliber. Findet die Blüte unter schwierigeren Umständen statt, wie etwa im Frühjahr 2014 und 2015, so wachsen weniger Früchte heran, was sich positiv auf deren Grösse auswirkt. Auch der Baumschnitt spielt eine wichtige Rolle. Je weniger Äste der Baum hat, je lockerer dessen Struktur ist, desto grösser die Früchte. Da Orangenbäume gewöhnlich alle zwei Jahre geschnitten werden, kann auch dadurch die Grösse der Früchte von Jahr zu Jahr ein wenig variieren. Zuletzt noch ein interessanter Fakt: auf einem gleichen Baum können ganz verschieden grosse Orangen wachsen.

Sind orangefarbige Orangen reifer als grünere?

Merkwürdigerweise nicht! Dies ist eine Eigenart der Zitrusfrüchte: Die Farbe der Fruchtschale lässt nicht auf deren innere Reife schliessen. Der Reifegrad wird mit dem Ratio zwischen Zucker- und Säuregehalt der Frucht ausgedrückt. Farbig werden die Zitrusfrüchte erst, wenn die Nachttemperaturen sinken. In einem warmen Herbst kann es vorkommen, dass die Orangen & Grapefruits eigentlich reif wären, aber äusserlich noch grün sind. In tropischen Ländern finden Sie deshalb grasgrüne und trotzdem zuckersüsse Orangen auf den Märkten! Heute wird meistenortes die Färbung der Frucht künstlich eingeleitet, indem sie nach der Ernte in Kühlkammern mit kontrollierten CO2-Pegeln gelagert werden. So können grüne Orangen ca. eine Woche nach der Ernte orangefarbig in die Supermärkte geliefert werden. Diese Technik wenden wir auf der Casa del Mas selbstverständlich nicht an.

Darf eine leicht angegraute Orange noch konsumiert werden?

Wenn der Schimmelbefall im Anfangsstadium ist (weiche Stelle, mit Durchmesser von ca. 1-3 cm), dann kann man sie herausschneiden und den Rest der Frucht problemlos essen oder zu Saft verwerten. Wenn der Schimmel bereits die halbe Frucht umfasst, dann gilt es die ganze Frucht raschmöglichst zu entfernen und sicherzustellen, dass der Befall sich in der Kiste nicht ausweitet.

Kann man auf der Casa del Mas auch arbeiten gehen?

Da müssen wir leider "nein" sagen. Wir sind nicht eingerichtet, um auswärtige Mitarbeiter oder Helfer unterzubringen. Auch auf Stufe der Betriebsleitung sind wir nicht im Stande, eine zweite Gruppe von Arbeitern oder Erntehelfer zu managen. Dies liegt unter anderem an den notwendigen Sprachkenntnissen und der doch sehr intensiven Erntezeit, während derer wir uns gerne auf unsere eingespielten, lokalen Profis verlassen.

Werden die MitarbeiterInnen auf der Casa del Mas fair behandelt und gut bezahlt?

Selbstverständlich! Dies mag in der Schweiz trivial klingen, ist aber in der Gegend bei weitem nicht die Regel: Bei uns arbeitet niemand schwarz, die Sozialabgaben werden bezahlt und der ausbezahlte Lohn entspricht dem vom Staat vorgeschriebenen Niveau. Über 20% der spanischen Bevölkerung ist stellenlos, dies führt dazu, dass der auf dem Markt reell bezahlte Lohn zur Zeit merklich tiefer liegt, als was wir unseren Mitarbeitern bezahlen. Im Übrigen stellen wir Jahr für Jahr mehr oder weniger dieselben Leute ein und diese schätzen es bei uns zu arbeiten, denn wir legen viel Wert auf eine familiäre und sympathische Arbeitsatmosphäre.

Kann man die Holzkisten wieder retournieren?

Seit einer Änderung im EU-Lebensmittelgesetz dürfen wir die Kisten nicht mehr wiederverwenden, da sie als Einweggebinde gelten und nicht gewaschen werden können. Wir bitten Sie deshalb, die Kisten selber zu entsorgen. Alternativ können Sie die Früchte bei uns in eigene Taschen oder Gebinde umpacken.